Das Heilige Kreuz von Stromberg zieht seit mehr als 800 Jahren christliche Pilger aus dem weitem westdeutschen Raum an. Wallfahrer vom Niederhein, aus dem Sauerland,  dem Paderborner Raum, von Minden und Münster verehren das romanische Kreuz, einem Holzcrucifixus mit einem Haupt von beinahe byzantischer Strenge und mit einem Silbermantel bekleidet. Er gehört zu den Ältesten Christusdarstellungen in Westfalen. Kunsthistoriker datieren den aus westfälischer Eiche geschnitzten Corpus in die Zeit von 1080 - 1100.
Die Wallfahrten führen alljährlich rund 40.000 Pilger in die Kirche. Aus vielen Votivgaben der Pilger wurde das Ehren- kleid - der Silbermantel - für das Kruzifix geschaffen. Dreimal - in den Jahren 1600, 1845 und 1877 - wurde das Hl. Kreuz gestohlen, beschädigt oder zerstört, jedoch jedes Mal wieder aufgefunden und erneut zusammengesetzt. Meist ging es um den wertvollen Silberüberzug. An der feierlichen Rückführung nach dem Raub von 1845 nahm unter ungezählten Tausenden Gläubigen auch der kath. Sozialreformer, der Mainzer Bischof Wilhelm Emanuel von Ketteler, teil. (14.09.1856)
Von der ursprünglichen Plastik sind nach den räuberischen Misshandlungen noch erhalten der Kopf und der Rumpf einschließlich des Lendentuches. Die Arme und Beine sind bei späteren Restaurierungen ersetz worden.

Zusätzliche Informationen